DAB+ versus UKW FM

Warum DAB+ dem UKW-Rundfunk überlegen ist – technisch, wirtschaftlich und klanglich

Grundsätzliche Vorteile von DAB+ gegenüber UKW

DAB+ (Digital Audio Broadcasting Plus) stellt einen technologischen Quantensprung gegenüber dem analogen UKW-Rundfunk dar. Einer der größten Vorteile liegt in der deutlich effizienteren Nutzung von Frequenzen und Infrastruktur:

Ein DAB+-Multiplex kann bis zu ca. 16 Radioprogramme gleichzeitig übertragen

DAB+ wird in Gleichwellen-Netzen (SFN – Single Frequency Network) betrieben. Das bedeutet: Mehrere Sender strahlen dasselbe Signal auf derselben Frequenz aus.
Dadurch benötigt DAB+ deutlich weniger Sendetürme als UKW.

Im Gegensatz dazu benötigt UKW:

  • Für jedes einzelne Programm einen eigenen Sender und eine eigene Frequenz
  • Eine Vielzahl an Frequenzen und Standorten, um vergleichbare Flächenabdeckung zu erreichen
  • Das führt dazu, dass UKW-Betrieb um ein Vielfaches teurer ist – realistisch betrachtet oft mehr als Faktor 10, wenn man Energie, Wartung, Frequenzkosten und Infrastruktur berücksichtigt.

Klangqualität: Technik vs. Praxis

Oft wird DAB+ pauschal eine schlechtere Klangqualität als UKW nachgesagt. Diese Aussage ist technisch nicht korrekt, sondern resultiert aus der praktischen Umsetzung vieler Programme. Das eigentliche Problem: Viele DAB+-Programme übernehmen 1:1 das bestehende UKW-Signal.

Dieses UKW-Signal ist jedoch:

  • Stark dynamikkomprimiert
  • Mit aggressiver Mehrband-Kompression und Limiting versehen
  • Auf maximale Lautheit statt Klangqualität optimiert

Das Resultat: 

  • Ein gepresster, flacher und ermüdender Klang
  • Kaum Dynamik, geringe Räumlichkeit, wenig Transparenz

DAB+ selbst ist nicht die Ursache, sondern lediglich der Transportweg für ein bereits klanglich eingeschränktes Signal.

Das enorme Klangpotenzial von DAB+

Wird DAB+ jedoch richtig genutzt, eröffnet es klanglich völlig neue Möglichkeiten:

  • Saubere, digitale Signalübertragung ohne Rauschen
  • Keine frequenzabhängigen Verzerrungen wie bei UKW
  • Stabiler Klang bis zur Empfangsgrenze

Entscheidend ist dabei:

  • Gutes Grundmaterial (hochwertige, unkomprimierte Songs / Master)
  • Eigenständige, moderne Sound-Processing-Kette, speziell für DAB+ optimiert
  • Weniger Loudness-Zwang, mehr Fokus auf Transparenz, Dynamik und Natürlichkeit

Mit einem hochwertigen Sound Processing (z. B. moderater Multiband-Einsatz, intelligentes Limiting, saubere Stereobasis) lässt sich ein:

  • Extrem klarer
  • druckvoller
  • detailreicher und räumlicher Klang

erzielen, der klassisches UKW deutlich übertrifft.

Das Fazit

DAB+ ist dem UKW-Rundfunk in nahezu allen relevanten Punkten überlegen:

✔ Deutlich geringere Infrastruktur- und Betriebskosten
✔ Effiziente Frequenznutzung durch Multiplex- und Gleichwellenbetrieb
✔ Technisch saubere, störungsfreie Übertragung
✔ Enormes klangliches Potenzial bei richtiger Umsetzung

Der oft kritisierte Klang vieler DAB+-Programme ist kein Systemfehler, sondern das Resultat von: übernommenen, überkomprimierten UKW-Signalen. 

Mit gutem Ausgangsmaterial (Songs) und einem modernen, hochwertigen Sound Processing kann DAB+ jedoch ein fantastisches Klangerlebnis liefern – klar, dynamisch und zeitgemäß. DAB+ ist nicht nur die Zukunft des Radios – es kann auch besser klingen als je zuvor.

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